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PC löschen: Ab wann ist das Löschen von Daten sicher?

Das endgültige Löschen von Daten auf einem PC ist nicht so einfach, wie es sich anhören mag. Tatsächlich sind gelöschte Daten noch lange Zeit auslesbar und stellen so ein Sicherheitsrisiko dar.

Im PC- und Notebook-Bereich ist es nach wie vor so, dass vor allem die alten HDD-Festplatten zum Einsatz kommen. Sie gehören zu den ersten Festplatten überhaupt und haben sich lange bewährt. Auch wenn die ersten Alternativen den Markt längst erreicht haben und ein Ende der HDD-Ära einläuten könnten, ist die Verbreitung der alten Technik immer noch immens hoch. HDDs basieren bei der Speicherung von Daten auf einem elektromagnetischen Prinzip. Die Festplatte besteht aus sogenannten Plattern, die übereinandergeschichtet sind und auf denen mittels eines elektromagnetischen Verfahrens die Daten gespeichert werden. Diese Bauweise ist im Zeitablauf immer weiter verbessert worden, sodass immer mehr Platter übereinandergestapelt werden konnten und man die heutigen Speicherkapazitäten von mehreren Hundert Gigabyte erreicht hat. Was viele Anwender aber nicht wissen, ist, dass mit diesem Speicherprinzip und den immer größeren Kapazitäten erhebliche Sicherheitsprobleme aufgetaucht sind. Diese Probleme werden immer dann sichtbar, wenn die Festplatten aus irgendeinem Grund an Dritte weitergegeben werden. Diese können Daten auf der Festplatte nämlich auch dann auslesen, wenn diese längst gelöscht wurden.

Wer eine alte Festplatte ersetzen möchte oder vorhat seinen PC aufzulösen, der verkauft seine Festplatte häufig an einen Dritten weiter. Viele Anwender machen sich dafür die Sekundärmärkte von Internethändlern oder Auktionsbörsen zunutze. Wenn die Daten dann nicht sicher gelöscht wurden, sind sie prinzipiell für jeden Käufer einsehbar. Meistens genügen für diesen Vorgang einfache Computerprogramme, die frei verfügbar sind und von jedem bedient werden können. Sie erlauben das Auslesen alter Daten selbst dann, wenn diese aufgrund der Weiterbenutzung der Festplatte bereits mehrfach überschrieben wurden. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit zu verstehen, wie Festplatten arbeiten und wie man seine Daten effektiv und sicher löschen kann. Ansonsten läuft man Gefahr an einen Datendieb zu geraten, der es auf das Abfischen von Daten auf alten Festplatten abgesehen hat.

Elektromagnetische Festplatten arbeiten nach dem Prinzip des Überschreibens. Wenn neue Daten gesichert werden sollen, werden die alten Daten zuvor nicht gelöscht, sondern die neuen Daten einfach über die alten drübergeschrieben. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die alten Daten ihrer Struktur nach sich immer noch auf dem Speicher befinden. Hierauf spezialisierte Software kann nun diese überschriebenen Strukturen rekonstruieren und so das Auslesen der Daten ermöglichen. Auch wenn hierbei nicht immer vollständige Datensätze zusammenkommen, können die Datenreste doch wichtige Informationen enthalten. Passwörter etwa sind winzige Zeichenketten, die leicht in vollständiger Länge erhalten bleiben und ausgelesen werden können.

Endgültig kann man seinen PC löschen mit Sicherheitsprogrammen, den sogenannten Erasern oder Wipern. Diese überschreiben die Festplatte immer wieder mit einer zufälligen Zeichenkette, bis davon ausgegangen werden kann, dass ein Rekonstruieren der Daten unmöglich ist.

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